Eine hydraulische Steueranlage besteht aus einer Steuerpumpe, einem Lenkzylinder der mit dem Außenborder, einem Z-Antrieb oder einer Ruderanlage fest verbunden wird und den Hydraulikschlauchleitungen. Durch drehen des Steuerrades, pumpt die Steuerpumpe Hydrauliköl in eine der beiden Schlauchleitungen zum Lenkzylinder. Je nach Lenkrichtung, wird in eine Kammer des Zylinders Öl eingepumpt und bei der anderen Kammer über die zweite Schlauchleitung abgesaugt. Dadurch bewegt sich die Lenkstange des Zylinders in die eine oder andere Richtung. In der Steuerpumpe befindet sich auch noch ein Rückschlagventil. Dieses verhindert den Rückfluss des Öls, isoliert den Steuerstand gegebenenfalls von einem zweiten, hält die Ruderstellung und eliminiert den Ruderdruck am Steuerrad.

Auch bei Hydrauliksteueranlagen gilt, dass der Faktor der Kraftersparnis von der Anzahl der Steuerradumdrehungen abhängt, welche durch das Volumen des Lenkzylinders vorgegeben sind. Wenige Lenkumdrehungen von Hart Steuerbord nach Hart Backbord bedeuten schnelle Lenkbewegung und geringe Kraftersparnis, eine höhere Anzahl an Lenkumdrehungen, langsamere Lenkbewegung, aber große Kraftersparnis.

Andere Faktoren die beim Kauf einer Hydrauliksteueranlage zu berücksichtigen sind, bzw. die Performance solcher Anlagen beeinflussen können, sind die Bootsgeschwindigkeit, Ruderdimensionen oder PS-Zahl der Außenborder, die Propellerauswahl, die Rumpfart (Verdränger oder Gleiter), Seegang und Öl-Viskosität.